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Vergrößerte Inzisionen – aber warum?

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Published: Jun 29, 2023 · Updated: Jul 31, 2026 · 1 min read
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Heidelberg, 28. Juni 2023. Wir freuen uns, eine weitere relevante Publikation in der Open-Access-Zeitschrift Ophthalmology Science der American Academy of Ophthalmology anzukündigen!

  • Laboratory analysis of causative factors for the final incision size due to intraocular lens injector insertion. Maximilian Friedrich, Isabella D. Baur, Timur M. Yildirim, Victor A. Augustin, Ramin Khoramnia, Gerd U. Auffarth. Ophthalmology Science. Elsevier. Online verfügbar seit 25. Juni 2023. https://doi.org/10.1016/j.xops.2023.100356

Das Problem

In der Kataraktchirurgie sind kleine Hornhautinzisionen mit einer deutlich besseren Sehrehabilitation verbunden. Anfänglich kleine Inzisionen können sich jedoch während der Operation vergrößern, was die positiven Effekte einer kleinen Inzision zunichtemacht. Unser Ziel war es, die operativen Faktoren zu identifizieren, die eine größere endgültige Inzisionsgröße (IS) verursachen.

Was wir getan haben

Wir analysierten insgesamt 409 Inzisionen, die mit 13 verschiedenen IOL-Injektormodellen angelegt wurden. Für jeden Fall maßen wir unter dem Mikroskop den vertikalen Spitzendurchmesser des Injektors und die Spitzenangulation. Präoperativ maßen wir die Hornhautdicke an der Inzisionsstelle. Während der Operation wurden die initiale IS, die endgültige IS, die Inzisionslänge und die Einführtiefe des IOL-Injektors in die Inzision dokumentiert. Anschließend verwendeten wir ein gemischtes Modell (Mixed-Effects-Modell), um zu analysieren, welche Parameter einen signifikanten Einfluss auf die endgültige IS haben.

Unsere Ergebnisse

Mit unserem Modell konnten wir 92 % der Variation der endgültigen Inzisionsgröße erklären. Signifikant mit einer erhöhten endgültigen Inzisionsgröße assoziiert (p < 0,05) waren:

  • eine Zunahme des vertikalen Durchmessers der Injektorspitze,
  • eine Zunahme der präoperativen IS,
  • eine Zunahme der Einführtiefe,
  • eine Verringerung der Inzisionslänge.

Keinen signifikanten Einfluss hatten: die Hornhautdicke und die Angulation der Injektorspitze.

Zukunftsperspektiven

Wir haben interessante Ansatzpunkte identifiziert, die das operative Ergebnis in der Kataraktchirurgie optimieren könnten. Wir empfehlen IOL-Herstellern, den vertikalen Durchmesser der Injektorspitze auf ein Minimum zu reduzieren und dabei sicherzustellen, dass die IOL-Implantation sicher und erfolgreich bleibt.

Darüber hinaus können Augenchirurginnen und -chirurgen selbst versuchen, die präoperative Inzisionsgröße und die Einführtiefe des Injektors zu verringern – das kann die endgültige Inzisionsgröße weiter reduzieren.

Lesen Sie unser Paper und erfahren Sie hier mehr über Inzisionsgrößen:

https://doi.org/10.1016/j.xops.2023.100356

Cite This Article
Maximilian Friedrich. (2023, June 29). Vergrößerte Inzisionen – aber warum?. David J Apple Laboratory. https://djapplelab.com/large-incisions-–-but-why/
Maximilian Friedrich. "Vergrößerte Inzisionen – aber warum?." David J Apple Laboratory, 29 Jun. 2023, https://djapplelab.com/large-incisions-–-but-why/.
Maximilian Friedrich. "Vergrößerte Inzisionen – aber warum?." David J Apple Laboratory. June 29, 2023. https://djapplelab.com/large-incisions-–-but-why/.
@article{vergrößerte-inzisionen-aber-warum, author = {Maximilian Friedrich}, title = {Vergrößerte Inzisionen – aber warum?}, journal = {David J Apple Laboratory}, year = }, month = }, url = /large-incisions-–-but-why/}, note = {Accessed: 2026-07-31} }
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Maximilian Friedrich is a research fellow at the David J Apple Center for Vision Research and a resident at the Department of Ophthalmology, University Hospital Heidelberg.