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Streulicht durch Glistenings

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Veröffentlicht: Jul 01, 2019 · Aktualisiert: Jul 31, 2026 · 2 Min. Lesezeit
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Heidelberg, 01. Juli 2019. Die Forschungsgruppe am David J Apple International Laboratory for Ocular Pathology veröffentlichte ihre neuesten Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des renommierten Journal of Cataract & Refractive Surgery.

Wie beeinflussen Glistenings die optische Qualität einer hydrophoben Acryl-IOL?

The impact of glistenings on the optical quality of a hydrophobic acrylic intraocular lens Jan N. Weindler, Grzegorz Łabuz, Timur M. Yildirim, Tamer Tandogan, Ramin Khoramnia, Gerd U. Auffarth. Volume 45, Issue 7, 2019, Pages 1020-1025, ISSN 0886-3350, https://doi.org/10.1016/j.jcrs.2019.01.025.(http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0886335019300598)

Dr. Jan Weindler. „Wir nutzten eine etablierte Alterungsmethode, um in achtunddreißig hydrophoben Acryl-IOLs Mikrovakuolen zu induzieren. Wir erwärmten die IOLs auf 45 °C und kühlten sie dann auf 37 °C ab. Die Bildanalyse lichtmikroskopischer Aufnahmen bestimmte Zahl und Größe der Mikrovakuolen (MV). Eine Klassifikation erfolgte anhand der Glistening-Zahl pro mm²: Grad 0 (keine), Grad 1 (1–100), Grad 2 (101–200), Grad 3 (201–500) und Grad 4 (mehr als 500). Ein optisches Messgerät diente zur Messung der Modulationsübertragungsfunktion (MTF) und des Strehl-Verhältnisses jeder IOL, um den Einfluss der Glistenings auf die Bildqualität zu bewerten.”

Dr. Grzegorz Łabuz: „Wir fanden Glistenings in allen IOLs. Die mittleren Glistening-Zahlen ± SD (MV/mm²) in den Graden 1 bis 4 betrugen 74 ± 12,7, 142 ± 22,2, 297 ± 76,2 bzw. 1509 ± 311,9. Die mittleren Glistening-Größen in den Graden 1 bis 4 betrugen 13,28 ± 3,85 μm, 15,88 ± 2,08 μm, 16,85 ± 3,23 μm bzw. 15,27 ± 2,25 μm.”

Die statistische Analyse zeigte, dass die Grade 1 bis 3 die optische Qualität nicht veränderten. In Grad 4 waren MTF und Strehl-Verhältnis signifikant beeinträchtigt. Dr. Łabuz merkte an, dass diese Arbeit eine wichtige Schlussfolgerung habe: „Eine begrenzte Zahl (<500 MV/mm²) an Glistenings hatte keinen Einfluss auf die Bildqualität der IOL. Zwar wurden bei Linsen mit dichten Glistenings (Grad 4) statistisch signifikante Verschlechterungen von MTF und Strehl-Verhältnis beobachtet, doch die gefundenen Effekte waren klein und dürften die Sehqualität kaum beeinflussen.”

Prof. Gerd Auffarth, der Forschungsleiter am D J Apple Lab, kommentierte, dass dieses Niveau detaillierter Forschung zur IOL-Optik zeige, wie sehr sich das Labor seit dem Umzug nach Heidelberg verändert habe. „Als ich mit David Apple am Labor in Charleston arbeitete, leisteten wir wichtige Arbeit bei der Beschreibung der morphologischen Veränderungen, die Kliniker damals an hydrophoben IOLs nach der Implantation zu sehen begannen. Doch das war weitgehend eine deskriptive Betrachtung klinischer Bilder von IOLs im Auge und von explantierten IOLs. Damals untersuchten wir die optische Qualität nicht. Nun, fünfundzwanzig Jahre später, in Heidelberg, gehen wir ins Detail, wie Wasservakuolen im IOL-Polymer die Qualität der Linse beeinflussen.”

Mit dem Share Link – einer personalisierten URL, die kostenlosen Zugang zum Artikel bietet – gelangt man direkt zum Paper auf ScienceDirect. Dieser Link ist bis zum 17. August 2019 gültig.

Keine Anmeldung, Registrierung oder Gebühren erforderlich.

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Diesen Artikel zitieren
Grzegorz Łabuz. (2019, July 01). Streulicht durch Glistenings. David J Apple Laboratory. https://djapplelab.com/straylight/
Grzegorz Łabuz. "Streulicht durch Glistenings." David J Apple Laboratory, 01 Jul. 2019, https://djapplelab.com/straylight/.
Grzegorz Łabuz. "Streulicht durch Glistenings." David J Apple Laboratory. July 01, 2019. https://djapplelab.com/straylight/.
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Geschrieben von Grzegorz Łabuz Folgen
PD Dr. Dipl.-Ing. Grzegorz Łabuz habilitierte sich im Fach Experimentelle Ophthalmologie. Er leitet die Sektion für Optik und physikalische Messtechniken an der Universitäts-Augenklinik Heidelberg sowie die optischen und translationalen Studien am David J. Apple®️ Center for Vision Research der Universität Heidelberg.

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