Das neueste Paper der Forschungsgruppe am David J Apple Lab wurde zur künftigen Veröffentlichung (im Dezember dieses Jahres) im einflussreichen American Journal of Ophthalmology angenommen:
The Effect of a Spectral Filter on Visual Quality in Patients with an Extended-Depth-Of-Focus Intraocular Lens
Grzegorz Łabuz, Gerd U. Auffarth, Aydin Özen, Thomas J.T.P. Van Den Berg, Timur M. Yildirim, Hyeck-Soo Son, and Ramin Khoramnia, American Journal of Ophthalmology (2019) Volume 208, December 2019, Pages 56-63, https://doi.org/10.1016/j.ajo.2019.07.001
Dr. Łabuz fasste die Forschungsarbeit zusammen:
Wir wissen, dass diffraktive IOLs eine Wellenlängenabhängigkeit zeigen, doch bislang war dies nicht in vivo untersucht worden. Daher untersuchten wir 12 Patienten (23 Augen), die eine Symfony-Linse (Johnson & Johnson Vision) erhalten hatten – wir maßen sie monokular unter rotem und weißem Licht in Ferne, Intermediärbereich und Nähe. Der korrigierte Fernvisus (CDVA), der fernkorrigierte Intermediärvisus (DCIVA) und der fernkorrigierte Nahvisus (DCNVA) der Patienten wurden bewertet. Die Kontrastempfindlichkeit wurde bei mehreren Ortsfrequenzen untersucht. Anschließend betrachteten wir im Labor die Modulationsübertragungsfunktion der IOL unter verschiedenen spektralen Bedingungen. Wir fanden:
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o Der CDVA war unter rotem und weißem Licht vergleichbar. DCIVA und DCNVA waren unter weißem Licht signifikant besser, um 0,06 bzw. 0,09.
o Die Kontrastempfindlichkeit war mit einem Rotfilter in der Ferne leicht besser, im Intermediärbereich jedoch schlechter, wobei die Unterschiede nur bei 1 Frequenz signifikant waren.
o Die Nah-Kontrastempfindlichkeit war unter polychromatischem gegenüber rotem Licht besser, was bei 3 Frequenzen signifikant war.
o Die In-vitro-Analyse bestätigte die Wellenlängenabhängigkeit der Symfony: Die Leistung war in der Ferne verbessert, im Intermediär- und Nahbereich jedoch schlechter.
Prof. Auffarth fügte hinzu, dass diese Befunde klinische Relevanz haben. Die spektrale Abhängigkeit der Symfony beeinflusst Sehschärfe und Kontrastempfindlichkeit. Obwohl der Rotfilter das Fernsehen nicht verbesserte, verursachte er eine Verschlechterung im Nahbereich. Kliniker sollten dies bedenken und diesen Effekt bei der Optimierung der Leseleistung von Patienten mit diffraktiven IOLs berücksichtigen.
Die Autoren möchten diese Arbeit teilen, und der Verlag hat einen Share Link erstellt – eine URL, die 50 Tage lang kostenlosen Zugang zum Artikel bietet. Wer vor dem 5. Oktober 2019 auf diesen Link klickt, gelangt direkt zur finalen Version des Artikels auf ScienceDirect.
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Optische Qualität, 1. Juli 2018