Rupp+Hubrach-Wissenschaftspreis 2020
Heidelberg, 22. Juni 2020. Ich freue mich, mitteilen zu können, dass meine Masterarbeit („Infrared-light visibility threshold measured in diabetic and healthy patients using a two-photon ophthalmoscope”) heute von der R+H-Jury mit dem R+H-Wissenschaftspreis 2020 ausgezeichnet wurde.
R+H

{: .pic-right}Für internationale Leserinnen und Leser: Dies ist ein jährlicher Preis für wissenschaftliche Arbeiten im optischen und augenheilkundlichen Bereich, der von Rupp + Hubrach unterstützt wird – einem in Bamberg ansässigen, in Deutschland bekannten Unternehmen für die Herstellung von Brillengläsern. (Aufgrund der Corona-Beschränkungen steht der Termin der Preisverleihung noch nicht fest.)
Meine Arbeit
Hier ist das Abstract meiner Arbeit.
Titel: Infrared-light visibility threshold measured in diabetic and healthy patients using a two-photon ophthalmoscope.
Autorin: Asu Rayamajhi
Ziel: Der Mechanismus der Zwei-Photonen-Absorption durch Photorezeptoren und die Isomerisierung ihres Sehpigment-Chromophors bildet die Grundlage für ein besseres Verständnis, wie Infrarotlicht (IR) im unbewaffneten Auge eine Farbwahrnehmung auslöst. Der Zusammenhang zwischen Netzhauterkrankung und erwarteten Veränderungen der IR-Licht-Empfindlichkeit ist jedoch noch nicht untersucht. Ziel dieser Studie war es, die skotopische Augenempfindlichkeit gesunder und diabetischer Retinopathie-Patienten mithilfe eines Zwei-Photonen-Ophthalmoskops zu messen und zu vergleichen.
Methode: Diese Untersuchung wurde an der Augenklinik des Universitätsklinikums Heidelberg durchgeführt. Von 69 eingeschlossenen Augen waren 28 gesund und 41 diabetisch. Alle Teilnehmenden durchliefen eine umfassende Augenuntersuchung, einschließlich Sehschärfe- (VA) und Kontrastempfindlichkeitstests, optischer Kohärenztomografie und Spaltlampenuntersuchung. Die IR-Schwelle wurde nach 30-minütiger Dunkeladaptation mit einem Goldmann-II-Stimulus und der Justiermethode gemessen. Für die Empfindlichkeitsbewertung nutzten wir das Zwei-Photonen-Ophthalmoskop mit integriertem gepulstem Laserlicht (1045 nm) und für die Fundusbildgebung die Scanning-Laser-Ophthalmoskopie.
Ergebnisse: Das mittlere Alter der diabetischen Patienten (61,2 ± 12,7 Jahre) und der Kontrollgruppe (56,2 ± 15,7 Jahre) unterschied sich nicht statistisch signifikant (P=,15). Der mittlere logMAR-Visus der diabetischen Patienten (0,12 ± 0,17) war schlechter als in der gesunden Gruppe (−0,04 ± 0,08), was signifikant unterschiedlich war (P<,001). Zudem war die Kontrastempfindlichkeit der diabetischen Patienten geringer als die der gesunden Gruppe, besonders bei 6 und 18 Zyklen/Grad. Ein statistisch signifikanter (P=,04) Unterschied fand sich in der mittleren Netzhautdicke zwischen den diabetischen Patienten (300,0 ± 50,0 μm) und der gesunden Gruppe (277,1 ± 19,5 μm). Die mittlere Netzhautempfindlichkeit für IR-Licht war bei diabetischen Patienten (11,6 ± 2,1 dB) signifikant (P<,001) niedriger als in der gesunden Gruppe (15,5 ± 1,3 dB).
Schlussfolgerung: Wir bestätigten, dass die Infrarotschwelle im klinischen Umfeld erfolgreich gemessen werden kann. Die IR-Licht-Empfindlichkeit diabetischer Patienten war im Vergleich zu Gesunden signifikant beeinträchtigt. Das Zwei-Photonen-Ophthalmoskop kann bei der Beurteilung von Patienten mit Netzhauterkrankungen eingesetzt werden.
Danke
Ich danke Prof. Gerd Auffarth und Dr. Greg Łabuz von Herzen, dass sie an mich geglaubt und mir die wertvolle Gelegenheit gegeben haben, in diesem Projekt mit einem freundlichen Team zu arbeiten – als Familienmitglied in der Familie. Ihr Rat und ihre Betreuung haben mir geholfen, dieses Projekt aus verschiedenen Perspektiven zu erweitern.
Ich möchte auch Prof. Dr. Andreas Holschbach für seine positive und ermutigende Haltung zu dieser Arbeit und während meines gesamten Studiums danken; er ist mein Betreuer an der Hochschule Aalen, wo ich mein Optometrie-Studium begann.
Ich fühle mich glücklich, gesegnet, dankbar und froh, in diesem Projekt zu arbeiten und einen Mentor und Betreuer wie Greg zu haben. Danke, dass du mich inspirierst.
Vielen Dank an alle meine Kolleginnen und Kollegen für ihre Hilfe, ihre Freundlichkeit und das warme Arbeitsumfeld.
Asu Rayamajhi


Chinesische Präsentation